Die Gewerkschafterin verwies auf den Koalitionsvertrag, dem zufolge die Regierungsparteien erklärt hatten, das Recht auf Schutz vor Gewalt für jede Frau und Kinder zu festigen. „Wir brauchen endlich eine bundesweit einheitliche Definition von Häuslicher Gewalt, eine einheitliche Grundlage, auf der ein verlässliches Hilfesystem errichtet werden kann“, sagte Krause-Schöne.
Bundesweit fehlten aktuell etwa 14.000 Plätze in Frauenhäusern. „Dieser massive Mangel stellt meine Kolleginnen und Kollegen regelmäßig vor das Problem, Opfer von Häuslicher Gewalt schnell in sichere Schutzräume verbringen zu können“, erklärte die Gewerkschafterin.

Die Bundesregierung habe das Ziel formuliert, jede von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Person, insbesondere Frauen mit ihren Kindern, zeitnah und möglichst ohne bürokratische Hürden Schutz vor Gewalt und fachliche Beratung zu gewähren. „Dabei nehmen wir sie beim Wort“, unterstrich die Bundesfrauenvorsitzende.

Um einen langfristigen Rückgang der Fälle von Häuslicher Gewalt gegen Frauen zu erwirken, bedürfe es eines konzertierten, vor allem aber nachhaltigen Vorgehens von Politik, Justiz und Polizei, stellte Krause-Schöne fest. „Beratungsstellen und Frauenhäuser müssen noch leistungsfähiger werden. Das macht die gesicherte Finanzierung dieser Institutionen unerlässlich.“ Überdies sprach sich die Bundesfrauenvorsitzende für eine stärkere Vernetzung der zuständigen Behörden untereinander aus.

Um die Polizei in diesem Bereich handlungsfähig zu halten, seien regelmäßige Fortbildungen für Führungskräfte sowie Supervisionen geboten. „Darüber hinaus brauchen wir neben ausreichen Personal und zeitlichen Ressourcen dringend mehr Multiplikator:innen für den ersten Angriff auf den Dienststellen“, betonte Krause-Schöne.