„Das Hafensicherheitszentrum wird die Zusammenarbeit zwischen allen im Hamburger Hafen arbeitenden Sicherheitsbehörden verbessern und enger vernetzen.“ Um einen bald spürbaren Mehrwert an Sicherheit zu erreichen, brauche es jedoch passende Schnittstellen zwischen den beteiligten Sicherheitsbehörden und ausreichende materielle und personelle Ausstattung in allen Bereichen des Zentrums, unterstrich der unter anderem für den Bereich der Wasserschutzpolizei zuständige stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Michael Mertens am Freitag in Düsseldorf.

Der GdP-Vize verdeutlichte, dass der nötige Datenabgleich zwischen den Behörden nicht von zu hohen Datenschutzhürden behindert werden dürfe. „Die GdP bewertet den Opferschutz höher als den des Täters“, betonte Mertens.

„Die schiere Größe des Hafens, die vielen Arbeitsbereiche und zahlreichen Beschäftigten bieten insbesondere organisiert arbeitenden Täterstrukturen Einfallstore, dort ihr kriminelles Geschäft zu betreiben und zu verschleiern. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz können die Behörden beispielsweise dem transnationalen Drogenhandel besser auf die Spur kommen und Wege versperren“, zeigte sich Mertens überzeugt.

Wie wichtig dies sei, zeigten die am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Zahlen der drogenbedingten Todesfälle im Jahr 2023 mit neuem Höchststand. „Wir müssen unsere Hochseehäfen gegen Drogen wie Heroin und Kokain abschotten. Dazu gehört auch, dass wir sogenannte Innentäter identifizieren. Die Beschäftigten müssen zudem effektiv vor Erpressungen im Zusammenhang mit der Drogen-OK bewahrt werden“, forderte Mertens.